Vogesen

Heute morgen hat mich der Regen geweckt, das fand ich schon mal gar nicht gut. Beim Blick aus dem Fenster sah ich eine geschlossene Wolkendecke und ergiebigen Regen. Na toll…

Wir sind dann trotzdem aufgestanden und haben uns zum Frühstück getroffen. Hier wurden dann alle Wetterapps und das Regenradar konsultiert, um eine geeignete Taktik für die heutige Tour zu entwickeln. Wir einigten uns darauf, erst gegen 10 Uhr oder später loszufahren, bis dahin sollte sich der Regen verzogen haben. Als es dann losging, waren die Straßen noch so nass, dass ich freiwillig im kompletten Regenzeug losgefahren bin. Ich hasse das Zeug, aber man bleibt jedenfalls trocken. Wir mussten noch ein paar Sachen einkaufen und danach noch tanken. An der Tankstelle traute sich die Sonne schon wieder hinter den Wolken hervor, so dass ich den Regenkombi wieder einpackte. Egal, ich kann ihn ja nachher wieder anziehen.

Aber das war nicht mehr nötig, ab hier wurde es immer besser und die Straßen waren fast überall wieder trocken. Und auch auf der heutigen Route zeigten sich die Vogesen als Motorradfahrerparadies. Wie schon gestern hatten wir die Straßen fast für uns alleine und die Streckenführung war wieder vom Allerfeinsten. So gab es bis zur Mittagspause eine Menge Kurvenspaß. Halt machten wir bei der ‚Auberge du Col du Bonhomme‘. Ein klangvoller Name, allerdings machte die Gaststätte äußerlich nicht so den besten Eindruck, die Speisekarte war allerdings liebevoll gestaltet und meine Mitfahrer hatten hier schon mal Station gemacht.

Das Essen war wirklich sehr gut und der Kaffee ebenfalls. Wir lobten die Qualität der Pommes Frites und der Wirt war darüber so erfreut, dass er uns direkt noch zwei große Teller Pommes spendierte… Herrlich! Gestärkt machten wir uns auf den zweiten Teil unserer Etappe. Und es ging halt gleich so weiter, wie es angefangen hatte. Kurven, Kurven, Kurven… Ich sage ja immer wieder: Das Wichtigste beim Mopedfahren ist Training, je mehr man fährt, um so sicherer wird man und der Spaßfaktor steigt stetig. Und Training hatten wir heute mal wieder mehr als ausreichend. Das erklärt auch, warum unser kleines Hotel komplett ausgebucht ist und es schon ein wenig schwierig wird, das eigene Moped noch mit in den Unterstand zu bekommen. Da müssen alle schon ein wenig zusammen rücken… Es ist wirklich ein Paradies zum Mopedfahren, besonders mit dieser Truppe und ich war bestimmt nicht das letzte Mal hier.

245 km, 4980 Höhenmeter und eine maximale Höhe von 1395 m, dabei nicht nass geworden und richtig viel Spaß gehabt!


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Comments

  1. Ulla says:

    Wenn Engel reisen …
    Ihr seht alle glücklich und zufrieden aus, kommt offensichtlich voll auf eure Kosten.
    So soll es weitergehen.

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