Heute morgen habe ich zum ersten Mal in einem Blumenladen gefrühstückt. Unser Hotel im alten Lokschuppen bietet selber kein Frühstück an, dafür erhält jeder Gast eine „Golden Coin“, mit der er in einem von mehreren Restaurants, Bars oder Bistros ein kostenloses Frühstück erhält. Wir entschieden uns aufgrund der guten Bewertungen und der kurzen Entfernung für das Bohem (Ein Blick auf die Website lohnt sich). Das ist eigentlich ein großer, etwas ausgefallener Blumenladen, aber im hinteren Teil befindet sich auch ein Bistro mit einem besonderen Flair, toll eingerichtet. Das Gebäude ist die alte Bahnstation, passend zu unserem Lokschuppen… Hier gab es ein kleines, aber feines Frühstück.


Dann hieß es packen und zur heutigen Tour starten. Das Wetter zeigt sich heute von seiner schlechten Seite, es regnete leicht, als wir losfuhren. Eigentlich schade, denn heute stand als Highlight die Fahrt über den Passo dello Stelvio (Stilfser Joch) an. Mit einer Höhe von 2757 m ist das Stilfser Joch der höchste durch eine asphaltierte Straße erschlossene Gebirgspass in Italien und nach dem Col de l’Iseran der zweithöchste Gebirgspass der Alpen. Col de l’Iseran hatten wir (Matze, Lukas und ich) 2018 auf der Aosta-Tour bereits erledigt. Das Stilfser Joch hatten wir in der Vergangenheit bereits zwei Mal in Angriff genommen, sind aber jedes Mal auf halber Höhe gescheitert, weil der Pass wegen Schnee gesperrt war. Heute sollte es also klappen, der Pass war offen. Während der Anfahrt verschlechterte sich das Wetter immer mehr, so dass wir hauptsächlich große Straßen nutzten, um im Regen möglichst zügig voran zu kommen. Ein paar kleine Abstecher auf die kurvigen Nebenstraßen waren aber trotzdem noch drin. Wir machten kurz vor dem Pass noch an einem kleinen Bistro für einen Kaffee und einen kleinen Imbiss Halt.

Als wir dann zum Aufstieg starteten, fing es richtig heftig an zu regnen. Egal, das ziehen wir jetzt durch! Allerdings hatten wir auch keine Wahl, da unsere Unterkunft für heute Nacht auf der anderen Seite lag…
Die gesamte Passstraße ist ca. 47 km lang und bietet 87, teilweise extrem knifflige Spitzkehren. Hinzu kam der strömende Regen und die Temperatur von 4° auf der Passhöhe. Aber wir haben es geschafft! Das war wirklich anstrengend, wir sind alle ein bisschen stolz auf uns! Fotos gibt’s leider keine, aber ich habe die gesamte Fahrt gefilmt (kommt später). Und ich habe mir ein Bild von wikipedia ausgeliehen:

Nach weiteren 1,5 Stunden Fahrt kamen wird dann in ‚Unsere liebe Frau im Walde‘ in Südtirol an. Ja, das heisst wirklich so 😉 . In dem kleinen Berggasthof Pfitscher wurden wir auf’s Feinste bewirtet, so kehrten die Lebensgeister langsam wieder zurück.


Zurück auf den Zimmern, galt es, die Klamotten so zu ordnen und aufzuhängen, dass bis morgen früh wieder alles halbwegs trocken ist. Das Wetter soll ja wieder gut werden und wir haben noch Einiges auf dem Programm.
Wir hatten heute echtes Sch**ßwetter, haben aber alle gut durchgehalten und Spaß hat es trotzdem gemacht. Mal sehen, wer heute Nacht von Spitzkehren träumt…
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Das war ja Schwerstarbeit! Der Pass sieht höllisch gefährlich aus. Chapeau, dass ihr das so toll bewältigt habt.
Yay, richtig cool, dass es geklappt hat. Aber ich glaub auf das Frühstück im Blumenladen bin ich noch neidischer 😅