Für die heutige Tour hatte ich gestern schon angesagt, dass es anstrengend bis langweilig werden sollte. Und so war es auch zum größten Teil… Nachdem wir Borso del Grappa hinter uns gelassen hatten, war es auch direkt mit Bergen und Kurven vorbei. Wir mussten uns nun durch die Po-Ebene „kämpfen“. Diese fruchtbare Tiefebene ist nun mal ziemlich flach, somit gibt es keine Notwendigkeit für kurvige Straßen. Außerdem ist das Gebiet extrem dicht besiedelt, sodass sich eine Ortschaft an die nächste reiht. Also waren hauptsächlich maximal 50 km/h erlaubt, mit etlichen 30-er Zonen dazwischen. Dazu gab es viele Ampeln und sehr viel Verkehr. Bei bis zu 30° war es heute dann wirklich anstrengend. Nach den ersten 120 Kilometern hatte ich das Ristorante „Al Monte“ als Zwischenziel eingebaut, welches sehr gute Bewertungen hat. Das Essen dort hob die Laune wieder um Einiges.

Wer also mal dort vorbei kommt, sollte unbedingt dort stoppen. Es lohnt sich (wenn man Fisch mag…)
Dann hieß es: Aufsitzen und weiter geht’s!
Die langsame Fahrweise hatte allerdings den Vorteil, dass wir auch mal in Ruhe links und rechts der Straße schauen konnten. und somit auch die andere Seite von Italien sehen konnten. Dieser Teil, der eher nicht so touristisch geprägt ist, sondern zum Großteil landwirtschaftlich oder industriell genutzt wird. Nicht sehr hübsch, aber irgendwie auch sehenswert.
Gegen halb 6 kamen wir dann ziemlich abgekämpft und durchgeschwitzt in Gradara an. Ich war schon sehr gespannt, wir hatten Zimmer in der alten Burganlage gebucht. Und dafür hatten sich die Strapazen gelohnt. Uns empfing eine mittelalterliche, kleine Stadt mit Stadtmauer und Burganlage, dazu ein tolles Hotel mit 1a-Zimmern und Blick auf die Adria.
Nach der dringend nötigen Dusche ging es erst mal auf Erkundungstour durch all die kleinen Gassen. Wirklich toll, was es alles zu sehen gab. Nach dem Rundgang fanden wir uns in der Pizzeria Da Berta wieder, wo es hervorragende Pizzen gab. Dazu ein kühles Bier und der Tag war gerettet! Direkt nebenan hatte noch eine Gelateria geöffnet, da konnten wir nicht widerstehen… Eis geht immer!

Wir schlenderten dann noch ein wenig durch Gassen, Matze und ich machten noch einen kurzen Abstecher in einen kleinen Laden, aus dem es verführerisch nach Salami roch. Nach einem kurzen „Tasting“ sicherten wir uns eine ganze Salami als Proviant für die morgige Tour. Mal sehen, ob wir einen tollen Platz für ein Picknick finden.
Leider sind wir nur einen Abend hier, eigentlich sollte man noch einen Tag dran hängen, um alle Ecken und Winkel der Burg zu erkunden. Nächstes Mal…









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Das ist ja wirklich Italien vom Feinsten!
Das ist mal eine Unterkunft 🥰