Tag 3 – Italien 2026

Heute morgen saßen die Burgherren auf der Terrasse und genossen ihr Frühstück mit Blick auf die Adria. So kann man den Tag starten…

Gut gestärkt beluden wir die Mopeds und machten uns auf den Weg in die Toskana. Zuerst machten wir noch einen kleinen Schlenker an der Küste entlang, der bei der Planung damals sehr vielversprechend aussah. Und wir wurden nicht enttäuscht: Da waren unsere Kurven wieder und wir hatten zum Start schon mal 25 Kilometer Spaß. Ein kurzer Stopp an einem Aussichtspunkt musste natürlich auch noch sein, schließlich brauchten wir noch Material fürs Fotoalbum.

Und weiter ging es, bei bestem Mopedwetter, zum nächsten Ziel: Tavullia. Für alle Nicht-Motorsport-Interessierten mag das uninteressant sein, es ist der Geburtsort von MotoGP-Legende Valentino Rossi. Ich bin nicht der große Fan, wollte aber trotzdem mal einen Blick drauf werfen. Es gibt dazu die Geschichte, dass in Tavullia anstatt der überall gültigen Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu Ehren von Rossi 46 km/h beträgt. 46 ist die Startnummer von Valentino… Ich weiß es jetzt mit Sicherheit: Stimmt nicht!

Nachdem das geklärt war, steuerten wir unser nächstes Ziel an, dazu verließen wir kurz Italien und fuhren nach San Marino. Ich hatte vorab schon einen Parkplatz in der Innenstadt in unsere Route eingebaut, von dem aus wir die historische Innenstadt erkunden konnten. Es war allerdings ziemlich von Touristen überlaufen, aber trotzdem sehenswert.

Dann ging es hinein ins Kurvengeschlängel. Alles, was wir gestern vermisst hatten, gab es heute zur Entschädigung doppelt und dreifach auf unserem Weg in die Toskana. Kilometer um Kilometer hatten wir eine wahre Achterbahn, rauf und runter, links und rechts. Wir hatten einen Heidenspaß! Und wir fanden auch einen schönen Pausenplatz, am dem wir die gestern gekaufte Salami genießen konnten. Echt lecker!

Dann ging es weiter auf die nächste Runde Achterbahn, allerdings merkten wir nun, dass uns so langsam ein wenig die Zeit ausging. Aufgrund von Straßensperrung und gemächlicher Stadtbesichtigung waren wir im Zeitplan etwas hinterher, Einchecken im Hotel war nur bis 19 Uhr möglich. Ein kurzer Anruf im Hotel schaffte allerdings etwas Entspannung, ganz so genau nahm man es dann doch nicht. Wir hatten noch knapp 60 Kilometer vor uns, das Navi meinte, wir würden dafür 1,5 Stunden brauchen… Naja, das stimmte auch. Obwohl wir recht zügig unterwegs waren, konnten wir am Ende des Tages aufgrund der unglaublich vielen, feinen Kurven nur einen Schnitt von 46 (!) km/h herausfahren…

Um 18:51 Uhr trafen wir dann auf dem Parkplatz vor dem Hotel ein. Passt! Wir waren alle ziemlich geschafft, das Ankerbier belebte die Geister aber schnell wieder. Nach der Dusche gab es leckeres, italienisches Essen auf der Terasse.

Die heutige Tour durch die Emilia-Romagna und Toskana war wirklich ein Genuß. Es ging vorbei an Weinbergen und Feldern mit Sonnenblumen, durch Olivenhaine, während die typischen Säulenzypressen die Straßen säumten. Und dazu diese tollen Mopedstrecken! Könnte besser kaum sein… Mal sehen, was es morgen gibt, jetzt ist es Zeit für’s Bett.


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Comments

  1. Ulla sagt:

    Das habe ich nicht gewusst, dass San Marino ein eigener Staat ist. Wieder was gelernt!
    Wie gut, dass du dir abends immer noch die Zeit zum Schreiben nimmst.
    So konnten wir wieder einen wunderbaren Tag miterleben.

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