Und „Zack!“, ist die Zeit schon wieder um. Ich sitze bereits im Zug nach Hamburg, mein Moped steht gut verzurrt auf dem Waggon. Meine Mitfahrer haben wohl mittlerweile den ersten Zwischenstopp auf der Rückreise erreicht.
Heute morgen wurden wir mit strahlendem Sonnenschein begrüßt. Nach dem Frühstück wurde gepackt und wir nahmen die letzte Etappe in Angriff. Ein paar Kurven und Spitzkehren zum Warmwerden und dann waren wir wieder in unserem Element. Wir hatten eine schöne Tour über das Timmelsjoch geplant und am Abend vorher alle zusammen noch mal drauf geschaut, um einen Punkt zu finden, an dem wir uns verabschieden konnten. So fuhr ich dann nach Vorgabe vom Navi, alle anderen hinterher und auch Achim, der die Tour auch auf seinem Navi hatte, schöpfte erst mal keinen Verdacht. Als wir nur noch 40 Kilometer vor Innsbruck waren, kam es mir dann komisch vor. Hier stimmt doch was nicht!
Also beratschlagten wir auf dem Seitenstreifen. Und richtig, beide Navigationsgeräte hatten uns auf eine falsche Route geschickt. Warum? Das muss ich im Nachgang noch klären…
Timmelsjoch fiel jedenfalls aus, als kleine Entschädigung waren wir vorher nochmal über das Penser Joch gefahren, das wir schon von der Hinfahrt kannten. Das war bei dem tollen Wetter auch eine Freude…




Wir fuhren also weiter nach Zirl, dort hatte Matze eine Bäckerei für ein zweites Frühstück ausgesucht. Wie immer, war auf seine Nase Verlass… 😉

Nachdem wir uns gestärkt hatten, hieß es Abschied nehmen. Meine 4 Begleiter machten sich auf den Heimweg. Ich hatte noch ein paar Stunden Zeit bis zum Check-In auf dem Bahnhof. Da ich mich die ganze Zeit unterm Helm lautstark über das verpasste Timmelsjoch geärgert hatte, machte ich mich zur Entschädigung in Richtung Kühtai auf. Da wären wir auf der geplanten Route auch noch vorbei gekommen. Und das war noch mal eine richtig schöne Runde. Auf dem Rückweg nach Innsbruck ging es über eine tolle, knackige Bergpassage, die ich mit zwei anderen Mopedfahrern zusammen genoß. Mehr aus dem Augenwinkel sah ich ein Schild mit der Aufschrift „Weidevieh ohne Aufsicht“. Ich dachte mir nichts dabei, dann warnte uns ein entgegenkommender Autofahrer per Lichthupe und als wir um die nächste Kehre kamen, stand das Weidevieh in Form von vier Kühen auf der Straße. Die vier sahen uns eher desinteressiert an, das Gras am Straßenrand war interessanter. Ich grüßte freundlich, wir umkurvten die kleine Herde und weiter ging’s! Weit weniger spektakulär, als die beiden Rehe, die heute morgen urplötzlich aus dem Wald über die Straße sprangen, das war nicht ganz so lustig.
Ich war dann pünktlich zum Verladen am Bahnhof, auch hier lief alles glatt.

Morgen früh stehen dann noch gute 2 Stunden Heimfahrt an.
Ich kann wieder mal sagen: Alles heil geblieben, viel Spaß gehabt, eine Menge Kurventraining absolviert und einige tolle Plätze gesehen. Matze hat, mal wieder, tolle Schlafplätze ausgesucht. Jeder war auf seine Weise besonders. Danke an meine Mitfahrer, die mir (meistens) so treu gefolgt sind… War mir wieder eine Freude, mit euch zu fahren!

Danke an alle Leser für das Interesse und die Kommentare. Ich hoffe, ich konnte euch wieder ein wenig mitnehmen… Das Tourvideo wird wohl etwas dauern, folgt aber auf jeden Fall noch…
Nach der Tour ist vor der Tour!
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Schon wieder vorbei die schöne Tour! Danke, dass wir sie so hautnah miterleben durften. Da wird mir jetzt morgens was fehlen …
Gute Heimfahrt!😊