Tag 1 – Italien 2026

Nach einer relativ ruhigen Nacht bin ich heute morgen pünktlich nach Fahrplan um 8:35 Uhr in Innsbruck angekommen. Gut, dass ich mich gestern mit Proviant eingedeckt hatte, denn Frühstück gab es keins im Zug. Ich musste noch ein wenig warten, bis die Waggons mit den Autos und Motorrädern umrangiert waren und ich mein Moped wieder hatte. Um halb 10 ging es dann endlich los. Erstes Ziel war die Bäckerei Pardeller in Steinach am Brenner, wo ich mich mit den anderen Jungs treffen wollte. So hatte ich schon mal eine Stunde Fahrt zum Aufwärmen über die ersten kurvigen Nebenstrecken. Kurz nach meiner Maxi-Tasse Kaffee trafen die Vier dann ein. Wie schön, alle wieder zu sehen…

Da wir noch gute 300 Kilometer vor uns hatten, ging es auch gleich weiter. Wir wollten Kurven, und wir sollten Kurven bekommen…

Erstes Highlight war die Anfahrt zum Penser Joch auf 2211 Meter Höhe. Definitiv nichts für Anfänger! Zum Warmwerden für uns genau richtig. Beim ersten Stop auf der Passhöhe sah ich nur zufriedenes Grinsen, das war schon mal ein guter Start.

Dann folgten bei allerbestem Mopedwetter mal etwas lockere Abschnitte zum Entspannen und Bestaunen der tollen Aussichten, dann wieder knackige Bergpassagen mit teilweise kniffligen Spitzkehren und sehr enger Straße auf den Passo Manghen in 2047 Meter Höhe.

Wir fuhren uns fast in einen Kurvenrausch, ich hatte jedenfalls richtig Spaß!

Als wir dann gegen 18 Uhr am Ziel ‚Locanda 77‘ in Borso del Grappa ankamen, waren wir uns einig: Eine geile Fahrerei war das heute, aber auch mächtig anstrengend!

Auf der Terasse gab es zu allererst mal ein Ankerbier, bevor wir unseren Kram auf die Zimmer verfrachteten und uns fürs Abendessen fertig machten. Unsere erste Unterkunft ist ein schönes, kleines italienisches Hotel mit sehr guter Küche. Die Verständigung ist etwas holperig, funktioniert aber trotzdem prima. Wir haben gut gegessen und getrunken und werden mit Sicherheit gut schlafen…


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